Digitale Führung

Museum Ravensburger_Eingang_Leuchtwürfel
Museum Ravensburger_Eingang_Leuchtwürfel
Museum Ravensburger_Eingang_Leuchtwürfel
Willkommen im Haus rund ums blaue Dreieck - dem Haus, in dem die Erfolgsgeschichte Ravensburger begann. Der Firmengründer Otto Maier kaufte es im Jahr 1886 und baute hier den Verlag auf, der den Namen der Stadt Ravensburg auf der ganzen Welt bekannt gemacht hat.

Heute ist Ravensburger führender Anbieter von Puzzles, Spielen und Kreativprodukten in Europa und einer der führenden Anbieter von Kinder und Jugendbüchern im deutschsprachigen Raum. Das blaue Dreieck, das Sie auf jedem Produkt finden, ist seit 1974 das Markenzeichen von Ravensburger. Es steht für die Werte Freude, Bildung und Gemeinsamkeit.

Auf unserer Tour durch das Museum Ravensburger werden Sie viel ausprobieren und natürlich spielen können und das auf drei Stockwerken. Hier im Erdgeschoss erleben Sie die Firmengeschichte, im ersten Obergeschoss die Ravensburger Spiele und Puzzels. Im zweiten Obergeschoss dreht sich dann alles um die Ravensburger Bücher.

In der modernen Ausstellung werden Sie manchmal vergessen, dass Sie sich in einem der ältesten Häuser von Ravensburg befinden. Die Holzbalken hier an der Decke zum Beispiel sind noch original erhalten aus dem Jahr 1416.

Wenn Sie nun links durch den beleuchteten Türrahmen gehen, kommen Sie ins Gründerzimmer.

An diesem Schreibtisch arbeitete der Mann, der Ravensburger gegründet hat: Otto Maier.

1876 übernahm er die Buchhandlung seiner Eltern, da war er gerade einmal 24 Jahre alt. Sieben Jahre später begann er dann, selbst Bücher zu verlegen und gründete den Otto-Maier-Verlag - das heutige Unternehmen Ravensburger.

Auf dem Tisch liegt eine Skizze für ein Brettspiel zum Thema Fußball. Otto Maier entwickelte viele Produktideen selbst und setzte sie dann sehr strukturiert um. Der Organisationsplan auf dem Tisch gibt einen Eindruck davon. Für jedes neue Projekt hielt er alles Wichtige fest - vom Inhalt über die technische Umsetzung bis zur Finanzplanung. Während seiner verlegerischen Tätigkeit hat Otto Maier mehr als 1.000 Spiele, Bücher und Vorlagenwerke veröffentlicht.

Wie systematisch Otto Maier sein Unternehmen aufbaute, zeigt auch der Schrank auf der anderen Seite des Zimmers. Hier hat er gesammelt, sortiert und bewertet. Wenn Sie die Beschriftungen an den Fächern lesen, werden Sie viele Themen entdecken, die heute bei Ravensburger immer noch eine Rolle spielen. Der Schrank war übrigens lange verschollen. Erst in den 1980er Jahren entdeckten ihn die Enkel von Otto Maier wieder - sein Inhalt war unberührt. Wenn Sie die künstlerische Seite von Otto Maier kennen lernen möchten, lesen Sie jetzt 2.1 Vitrinen.

Die vier Glasvitrinen zeigen, wie Otto Maier seine vielen Talente in den Verlag einfließen ließ. In der ersten Vitrine - links - liegt eines seiner Skizzenbücher. Otto Maier war ein hervorragender Zeichner. Nachdem er im Jahr 1900 den Start des ersten Zeppelins am Bodensee miterlebt hatte, zeichnete er das Ereignis in sein Skizzenbuch. Davon inspiriert, brachte er später mehrere Produkte zum Thema Luftschiff heraus.

Stift und Notizbuch hatte Otto Maier auch dabei, wenn er auf seinen langen Wanderungen unterwegs war.

Die zweite Vitrine zeigt, wie er sich von der Natur inspirieren ließ - zum Beispiel zu einer drehbaren Sternkarte oder zu einem Buch über die Gesteinsarten der Erde.

In der dritten Vitrine lernen Sie den Pädagogen Otto Maier kennen. Schon früh griff er die Pädagogik von Friedrich Fröbel auf, dem Erfinder des Kindergartens. Demnach sollten Kinder spielerisch lernen - bis heute ein Leitgedanke bei Ravensburger.

Die vierte Vitrine zeigt, dass Otto Maier auch den Erwachsenen im Blick hatte, der ein künstlerisches Interesse hatte und sich weiterbilden wollte.
Auch wenn Ravensburger mittlerweile eine Aktiengesellschaft ist, die in mehr als 90 Ländern aktiv ist und weltweit mehr als 2000 Mitarbeiter beschäftigt - es ist bis heute ein Familienunternehmen geblieben.

Unsere Bildergalerie zeigt die ersten drei Generationen der Maiers: Angefangen mit dem Verlagsgründer Otto, beschriftet mit der Nummer 1 und seiner Frau Helene - im Bild Nummer 2 zu sehen.

Bild 3 zeigt ihre Söhne Otto, Karl und Eugen als Kinder.

Und als Erwachsene auch noch einmal in Bild Nummer 6 - das ist der älteste Sohn Otto Maier, Nummer 7 der zweitälteste Karl, und Nummer 8 der Jüngste: Eugen.

Im Bild 12 sehen Sie die dritte Generation: Dorothee Hess-Maier und ihren Cousin Otto Julius Maier.

Seit 2010 sitzt ein Familienmitglied der vierten Generation im Vorstand der Ravensburger AG: Bild 13 zeigt Clemens Maier, ein Ur-Enkel des Verlagsgründers und Sohn von Otto Julius Maier.

Früher war dieser Raum die Schatzkammer des Hauses, in der wertvolle Gegenstände gelagert wurden - heute präsentieren wir hier die größten Schätze unserer Verlagsgeschichte:

Spiele wie Fang den Hut - seit 1927 im Sortiment und damit unser ältester Spieleklassiker. Das Design im nüchternen Bauhaus-Stil hat sich über all die Jahrzehnte gehalten.

Oder die Deutschland-Reise aus den 1930er Jahren. Die Grenzen haben sich verändert - das Spielprinzip blieb gleich.

Malefiz - das bekannte Würfelspiel, bei dem man andere ärgern kann. Der Name ist entstanden, als Karl Maier, Verlagsleiter der zweiten Generation, mit seiner Ehefrau eine Testrunde spielte. Nachdem er alle Spielfiguren weggeschlagen hatte, rügte sie ihn scherzhaft mit dem schwäbischen Spruch. „Du bisch doch ein Malefiz!“ und das Spiel hatte seinen Namen.

Memory, die Pärchensuche, ist das erfolgreichste Spiel von Ravensburger. Es wird in mehr als 80 Ländern gespielt.

Und mit Scotland Yard gewann Ravensburger 1983 den Titel „Spiel des Jahres“. Auch wenn die legendäre Suche nach Mister X in London spielt, entwickelt wurde sie in Ravensburg von den eigenen Mitarbeitern.

„Wer war´s“, ebenfalls mehrfach ausgezeichnet, war eines der ersten Spiele, die das klassische Brettspiel mit moderner Elektronik verbinden.

Ein weiterer toller Spaß ist „Lotti Karotti“, der turbulente Wettlauf der Häschen um die Karotte. Mit weltweit mehr als 5 Millionen verkauften Exemplaren gehört es zu den beliebtesten Kinderspielen von Ravensburger.

Auch ausgewählte Schätze des Ravensburger Buchverlags können Sie hier sehen.

Von den verspielten Wimmelbüchern von Ali Mitgutsch über sozialkritische Jugendliteratur wie „Die Welle“ bis hin zum Buch „Die Kunst der Farbe, das seit Jahrzehnten zum Lehrstoff an Kunsthochschulen gehört. Mit mehr als 40 Millionen verkauften Exemplaren sind die Bücher der Reihe „Wieso. weshalb, warum?“ die erfolgreichste Kindersachbuchreihe im deutschsprachigen Raum“.

Den größten Schatz des Raumes finden Sie links an der Wand: Das erste Spiel von Ravensburger aus dem Jahr 1884: „Reise um die Erde“. Es ist angelehnt an Jules Vernes gleichnamiges Buch und ein Abenteurer darin, die Welt in 80 Tagen zu umrunden. Im Spiel entsprechen sie 80 Feldern. Heute können Sie die „Reise um die Erde“ nur noch in unserem Museumsshop kaufen - als originalgetreue Nachauflage.

Wenn Sie zu Beginn des Otto-Maier-Verlags hier gewesen wären, hätten Sie wahrscheinlich jetzt im Weg gestanden - denn dieses Holztor war einmal eine wichtige Einfahrt. Über die Pflastersteine gelangten Spiele und Bücher hinaus in die Welt.

Bis in die 1960er blieb dieses Haus die Unternehmenszentrale von Ravensburger, in der das gesamte Verlagsgeschäft stattfand.

Für die Druckerei wurden zigtausende Steinblöcke angeliefert. Schauen Sie einmal rechts durch die Glasscheibe.

Dort wird die Lithografie erklärt - also der Druck mit Steinen. Der war extrem aufwändig. Denn die Farben blau, rot, gelb und schwarz wurden nacheinander gedruckt - für eine farbige Seite waren deshalb vier Steine nötig.

Wenn Sie also beispielsweise ein Bilderbuch mit 20 Seiten drucken wollten brauchten Sie 80 Steine.

Mit dem silbernen Knopf vor der Glasscheibe können Sie eine Animation starten, die die Lithografie genauer erklärt. Die Lithografie ist eine Vorgängerin des heutigen Offset-Drucks, bei dem mit Zinkplatten gedruckt wird.

Ab 1962 wurde es dann ruhiger hier. Das Unternehmen zog in die Südstadt.

Wie dort heute die moderne Produktion funktioniert, erleben Sie in dem kleinen Raum aus der Sicht einer Spieleschachtel von Lotti Karotti.
Das Video dort zeigt die Fertigung der Schachteln, die Produktion der Spielfiguren und Stanztafeln, gefolgt von der Endmontage, Palettierung und dem anschließenden Weg in das Hochregal-Lager.

Und die Flachbildschirme an der Wand gegenüber - präsentieren die Meilensteine der Unternehmensgeschichte. Von den Gründerjahren, über die zweite Generation hin zur Neuausrichtung des Verlags durch die dritte Generation ab 1952. Klicken Sie sich durch die 1980er Jahre, in denen Ravensburger ins Kinderfernsehen einstieg, erste Kinderspiele für den Computer herausbrachte und mit Spielideen wie „Sagaland“ oder „Scotland Yard“ erfolgreich war. Die 1990er Jahre stehen für den Aufbruch in neue Märkte - beispielsweise in die USA. Und das Ravensburger Spieleland, unser Freizeitpark entsteht. Nach dem Jahr 2000 heißt es dann: Aufbruch in die Zukunft - beispielsweise mit der Entwicklung von 3D-Puzzles, von Spiele-Apps oder dem digitalen Lernsystem Tiptoi.

Im ersten Stock des Museums erleben Sie die große Vielfalt der Ravensburger Spiele.

Erinnern Sie sich noch daran, als Sie das letzte Mal memory® gespielt haben? Vielleicht hat es da in Ihrem Kopf ja so ähnlich ausgesehen wie hier in unserer Karten-Wolke. Ein großes Durcheinander - doch wer konzentriert hinschaut, entdeckt Pärchen!

Das Spielprinzip ist genial einfach und doch herausfordernd. Und wohl deshalb ist memory® so erfolgreich. Es ist mit mehr als 75 Millionen Exemplaren das meistverkaufte Spiel von Ravensburger. Wenn Sie alle Kärtchen aneinanderlegen würden, die Ravensburger bisher produziert hat, würden diese acht Mal die Erde umrunden.

Begonnen hat diese Erfolgsgeschichte mit einem Schweizer Diplomaten: William Hurter. Er stellte dem Ravensburger Spieleverlag - damals noch Otto-Maier-Verlag - ein Spiel vor, das in Basel „Zwillingsspiel“ hieß. Hurters englischsprachige Nachbarskinder sagten aber immer: „Let´s play the memory game“. Damit war der Name gefunden: memory®!

Die Erstauflage kam 1959 auf den Markt, und noch im selben Jahr waren alle 6000 Exemplare vergriffen. Damals eine Sensation!

Seitdem bringt Ravensburger jedes Jahr neue Motive heraus - mittlerweile auch als Online-Spiel und App.

In diesem Schachtelberg sehen Sie eine Auswahl unserer bekanntesten Spiele. Er steht für die Kreativität, die in der Entwicklung der Ravensburger Spiele und im Design der Verpackungen steckt. Vielleicht entdecken Sie ja Ihr Lieblingsspiel.

In den bunten Wänden finden Sie Spielehits aus der Geschichte von Ravensburger. Ziehen Sie die Schubladen heraus oder klicken Sie sich durch die Spielechronik. Auf dem
Bildschirm laufen Werbespots von früher.

Und besonders stolz sind wir auf die roten Sterne im Boden, unseren „Walk of Fame“. Die Titel darin haben die wichtigste Spieleauszeichnung im deutschsprachigen Raum bekommen - und dürfen sich „Spiel des Jahres“ beziehungsweise „Kinderspiel des Jahres“ nennen.

Jetzt zeigen wir Ihnen, wie ein Brettspiel entsteht - am Beispiel eines Klassikers - dem Verrückten Labyrinth. Erfunden hat es der Psychologieprofessor Max Kobbert und links in der ersten Vitrine sehen Sie den Prototypen, den er gebastelt hat - damals noch als „Magisches Labyrinth“.

Danach hat Ravensburger die Idee getestet. Wie, zeigt die nächste Vitrine, rechts.

Den Fragebogen vorne hat eine Test-Familie ausgefüllt. So sieht die Redaktion, ob das Spiel funktioniert - und ob es Spaß macht.

In den Tabellen oben haben die Redakteure nach dem perfekten Titel gesucht. Sie feilen auch am Spielablauf und schreiben die Regeln.

Schauen Sie in die dritte Vitrine rechts.

Hier geht es um die Arbeit der Grafikdesigner und Illustratoren. Sie gestalten zum Beispiel das Spielbrett, die Figuren und Karten.

Weiter zur nächsten Vitrine.

Wie dick sind die Karten? Wie groß die Figuren? Welche Farbe bekommt das Plastik? Die technischen Produktentwickler machen aus dem Autorenmuster ein optisch und funktional perfektes Produkt.

In allen wichtigen Entwicklungsstufen wird ein Prototyp des Spiels getestet, vor allem mit Kindern. Hierbei geht es beispielsweise darum, ob sie mit dem ausgewählten Material klar kommen, ob der Spielablauf rund ist, das Packungsdesign gefällt und die Spielregel verständlich ist. Erst wenn alles stimmt, geht das Spiel in die Produktion.

Schauen Sie in die letzte Vitrine - rechts. Das verrückte Labyrinth ist mittlerweile in mehr als 60 Ländern erschienen. Hier sehen Sie eine italienische Version.

An dem Spieltisch im Raum ist eine ganz spezielle Variante des Verrückten Labyrinths für Sie aufgebaut - als Duell zwischen 2 Spielern.

Zur besonderen Decke dieses Zimmers erfahren Sie mehr, wenn Sie jetzt 7.1 Decke lesen.

Das Museum Ravensburger wurde bewusst so gestaltet, dass Sie immer wieder die lange Geschichte dieses Hauses spüren können. Hier zum Beispiel sehen Sie, wie sich die Zimmerdecke über die Jahrhunderte verändert hat. Die langen Holzbalken sind mit Herzen verziert und stammen etwa aus dem 15. Jahrhundert. In der Ecke sehen Sie eine Grünfassung, die um 1500 entstanden ist, und eine darüber liegende Putzschicht aus dem 17. Jahrhundert.
Nun kommen wir zu denjenigen, die stellvertretend für Sie über die Spielbretter ziehen, Aufgaben bewältigen oder sich rausschmeißen lassen. Was eine Spielfigur so alles erlebt, sehen sie im Inneren unserer drei Riesen-Figuren.

Im Baum wandeln Sie durch Sagaland.

Im Pinguin erobern Sie den wackligen Eisberg von Plitsch-Platsch Pinguin.

Und die rote Figur gehört zu Malefiz. Sie ist ein Klassiker unter den Spielfiguren und hat sogar einen eigenen Namen: „Pöppel“.

Die hölzerne Wandvitrine gibt einen Eindruck von der enormen Vielfalt der Ravensburger Spielfiguren - und das, was Sie da sehen, ist nur eine kleine Auswahl. Hier sind die verschiedensten Materialien ausgestellt: Holz, Kunststoff, Karton oder Stoff. Zu jedem Thema werden die Figuren maßgefertigt.

Zum Abschluss lohnt auch in diesem Raum wieder ein Blick nach oben - die Decke ist mit Stuck aus dem 18. Jahrhundert verziert. Und wenn Sie genau hinschauen, entdecken Sie Panorama-Motive der Stadt. Über der Holzvitrine ist zum Beispiel der weiße Turm abgebildet, der Ihnen vielleicht auf dem Weg ins Museum aufgefallen ist, der „Mehlsack“ - das Wahrzeichen der Stadt Ravensburg.

GraviTrax - das interaktive Kugelbahnsystem - macht Schwerkraft erlebbar. Bevor Sie vielleicht gleich hier an den drei Tischen Ihre eigene Bahn bauen, können Sie ja zuerst einmal unsere Showbahn in der Vitrine testen.

Einfach zwei Kugeln einwerfen - und ein rasanter Wettlauf beginnt. GraviTrax verbindet Spielespaß mit den Gesetzen der Physik - für Kinder genauso wie für Erwachsene!

Bei der Entwicklung von GraviTrax wird jeder Baustein intensiv mit Kindern getestet, um ihn auf ihre Fähigkeiten und Wünsche abzustimmen. So hat das Entwickler-Team – bestehend aus Pädagogen, Designern, Ingenieuren sowie Projekt- und Innovationsmanagern – bereits viel von den kleinen Baumeistern lernen können. Weil Kinder zum Beispiel ihren Freiraum brauchen, um eigene Ideen zu entfalten, besteht GraviTrax aus so vielen einzelnen Elementen, die zu immer wieder neuen Bahnen zusammengesetzt werden. Ein weiteres Prinzip lautet: Limitation schafft Kreativität! Das heißt, dass das Bauen gewissen Regeln folgt, wodurch nicht immer alles möglich ist. Es muss also oft wortwörtlich um die Ecke gedacht werden, um die Kugeln ins Ziel zu bringen…

Und jetzt sind Sie dran. Der Touch-Bildschirm an der Wand gibt Ihnen Tipps, wie die Actionsteine funktionieren. Viel Spaß beim Bauen!

Ravensburger ist führender Hersteller von Puzzles in Europa.

Und seit dem Jahr 2004 können Sie mit Ravensburger auch dreidimensional puzzeln: Zum Beispiel Bälle, Pyramiden oder Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor. Wir haben ein spezielles Verfahren entwickelt, um diese gewölbten und teils knickbaren Puzzleteile herzustellen.

Unter Ihren Füßen liegt eines der größten 2D-Puzzles von Ravensburger - eine historische Weltkarte - aus 18.000 Teilen. Durch das Glas im Boden sehen Sie einen Ausschnitt davon. Es ist fast 3m breit und 2m lang.

Die Produktion eines Puzzles ist sehr aufwändig. Schauen Sie in die größere, leuchtende Vitrine in der Ecke. Auf dem Holzbrett ist ein Stanzkissen. Jede Vorlage für ein Puzzle wird von Hand gezeichnet. Danach biegen Spezialisten die Metallschneiden und fügen sie in die Trägerplatte ein. Das erfordert jede Menge Fingerspitzengefühl und Geduld. Auf dem Flachbildschirm läuft ein Film, der erklärt, wie ein Puzzle entsteht – von der Motivauswahl bis hin zur fertigen Schachtel.

In den beiden Zusatztexten erfahren Sie mehr zu den Meilensteinen der Puzzle-Geschichte und zur besonderen Decke dieses Raumes.

Starten wir mit der Vitrine, die neben dem Durchgang steht, durch den Sie eben in den Raum gekommen sind. Die ersten Puzzles von Otto Maier waren Lernhilfen für den Erdkundeunterricht. Sie sollten Schülern helfen, sich die Lage von Ländern, Städten und Flüssen zu merken. Puzzle hieß Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland noch „Geduldsspiel“.

Die Urform des Puzzles kam aus England. Der Kupferstecher John Spilsbury hatte 1766 eine Landkarte von Großbritannien auf Holzbrettchen geklebt und sie entlang der Grenzlinien der verschiedenen Grafschaften zersägt.

Das „Märchen-Legespiel“ in der nächsten Vitrine - rechts - stammt aus dem Jahr 1911. Das Bild entnahm Otto Maier seinem Kinderbuchprogramm. Trotz einfacher Schnitte und weniger Teile waren Puzzles damals teuer. Es gab sie meist nur in wohlhabenden Familien.

Noch eine Vitrine weiter rechts sehen Sie dann eines der ersten Ravensburger Puzzles, wie Sie sie heute kennen - also mit ineinander greifenden Teilen. Ein Segelschiff aus dem
Jahr 1964. Bis dahin waren Puzzles für Erwachsene in Deutschland kaum bekannt. Ravensburger machte die so genannten „Interlocking“-Puzzles populär. In der Verpackung lag damals noch eine Anleitung mit Spielregeln. Die erste lautete „Bitte haben Sie Geduld!“.
Sie stehen hier in der ehemaligen Kapelle des Hauses. Heute ist davon nur noch die kunstvoll bemalte Decke aus dem 18. Jahrhundert übrig. Wir verdanken sie einem Bürgermeister Ravensburgs, der dieses Haus einmal besessen hat: Franz Joseph von Gerer. Er hat übrigens auch die weiße Stuckdecke in dem Raum mit den großen Spielfiguren ausstatten lassen. Die barocke Bemalung dieses Kreuzgratgewölbes zeigt die vier Kardinaltugenden:

Gerechtigkeit - mit Schwert und Waage - wobei die Waage kaum noch sichtbar ist, Tapferkeit - erkennbar an der Lanze, Mäßigung - erkennbar am Zügel und Klugheit - erkennbar am Spiegel.
Schon der Verlagsgründer Otto Maier setzte auf Produkte, die Kinder kreativ werden ließen. Und das ist bei Ravensburger heute immer noch so.

Im gelben Häuschen geht es um „Malen nach Zahlen“.

1975 präsentierte Ravensburger die Idee erstmals auf der Nürnberger Spielwarenmesse und Mitte der 1990er Jahre erreichte der Hype seinen vorläufigen Höhepunkt: Damals hatte Ravensburger fast 200 verschiedene Motive im Programm, und verkaufte jährlich mehr als 3 Millionen Malsets. Noch heute ist Ravensburger europaweit einer der führenden Spieleanbieter im Bereich „Malen“.

Im rosa Häuschen können Kinder ihre eigenen Mandalas gestalten.

Mandalas sind eine alte asiatische Tradition: kreisrunde Bilder mit gleichmäßig angeordneten Ornamenten.
Im Jahr 2000 entwickelte Ravensburger eine Zeichenmaschine: Den Mandala Designer, mit dem Kinder die Vorlagen selbst erstellen können. Der Mandala Designer ist ein weltweiter Erfolg: Heute zieht die Erfindung Kinder in mehr als 50 Ländern an.

Auch im grünen Häuschen ist Kreativität gefragt mit „String it" entstehen originelle Fadenbilder Das Besondere an „String it“ sind die vorgegebenen Umrisse und Linien auf den bedruckten Platten so können auch kleinere Kinder sofort loslegen einfach die Pins in die Platte stecken, die passende Garnfarbe wählen, festknoten und schon geht es kreuz und quer von Pin zu Pin bis das Bild fertig ist.

In dieser Etage nehmen wir Sie mit in die Welt der Ravensburger Bücher angefangen mit zwölf ausgewählten Titeln im blauen Dreieck.

Sie alle haben Verlagsgeschichte geschrieben.

Ganz links an der Wand: Die neue Arche Noah aus dem Jahr 1955. Mit ihr kam ein neuer Illustrationsstil ins Bilderbuch!

Rechts daneben Das große Buch der Kinderbeschäftigungen. Bis in die 1980er Jahre ein Standardbuch für Eltern und Erzieher.

„Sehen Hören Sprechen“ brachte Kinder im Vorschulalter spielerisch zum Lernen. Damals, im Jahr 1973, war das Dreieck unten rechts noch schwarz. Ein Jahr später wurde es blau.

Das Maurerbuch ist nach dem zweiten Weltkrieg entstanden, als ganz Deutschland eine Baustelle war. Wie kaum ein anderes Buch steht es für den Wiederaufbau.

Die Wolke setzte sich nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl kritisch mit den Themen „Atomkraft und Atombombe“ auseinander und gewann den Jugendliteraturpreis. Nach der
Fokushima Katastrophe 2011 war das Buch erneut in den Bestsellerlisten.

Peter, Ida und Minimum war in den 1970ern das erste Aufklärungsbuch für Kinder aus dem Hause Ravensburger und zwar im Comic Stil.

Das „Leben auf dem Lande“ gab Tipps für ein Leben im Einklang mit der Natur. Ravensburger brachte es 1978 auf den Markt und reagierte damit auf die grüne Bewegung in Deutschland.

Die „Werkbücher für Jungen und Mädchen“ rechts daneben spiegelt die Zeiten wider, in denen die Geschlechterrollen klar verteilt waren.

Und mit „Ich bin die kleine Katze“ kommen wir zu Bilderbüchern aus Pappe. Der Illustrator Helmut Spanner hat mit seinen Zeichnungen neue Maßstäbe gesetzt. Im nächsten Raum bekommen Sie noch mehr davon zu sehen.

Jetzt gibt es wieder etwas zum Ausprobieren und zwar tiptoi® das audiodigitale Lernsystem für Vor und Grundschulkinder. Wo immer der Stift auf einem tiptoi® Spiel oder Buch landet, erzählt er etwas Spannendes. Sein optischer Sensor erkennt unsichtbare Codes und wandelt sie in Geräusche, Töne und Stimmen um. Und dass tiptoi® sogar Aufgaben stellen kann wie ein Quizmaster können Sie hier an der Wand erleben z.B. im Buch "Mein Lern Spiel Abenteuer: Erste Buchstaben".

Elektronische Lernspiele haben bei Ravensburger eine lange Tradition. Das erste dieser Art ist hier in der Vitrine ausgestellt: "Elexikon" aus den 1970er Jahren!

Wenn Kinder die beiden elektronisch verbundenen Stecker an die richtigen Motive hielten, leuchtete ein Lämpchen auf. So konnten sie selbstständig die verschiedensten Wissensgebiete entdecken.

Ravensburger Bilderbücher begleiten Kinder ab dem ersten Lebensjahr. Angefangen mit einfachen Fühl Büchern aus Plüsch kommen mit zunehmendem Alter immer mehr Texte hinein und Spielelemente, die die Feinmotorik fördern. Die Inhalte sind an das Alter des Kindes angepasst, damit es viele Erfolgserlebnisse hat.

Bilderbücher helfen den Kindern schon früh, das Sprechen und Lesen zu lernen.

Und eine besonders schöne Art der Sprachförderung ist es, wenn zum Beispiel Mama oder Papa eine Geschichte vorliest. Das Vorlesen übernehmen hier die vier Hörmuscheln.

Jetzt heißt es: Fantasie einschalten!

Sie stehen mitten in einem Riesen Wimmel buch von Ali Mitgutsch. In jeder Doppelseite des berühmten Illustrators wimmelt es.

Und wer sich Zeit nimmt, entdeckt immer neue Details.

Das erste Wimmelbuch erschien im Jahr 1968 bei Ravensburger und wurde prompt mit dem Deutschen Kinder und Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Seitdem hat Ali Mitgutsch mehr als 70 Bücher für Ravensburger veröffentlicht.

Inspiriert haben ihn seine vielen Reisen. Er sagte einmal, die Welt sei ihm so bunt und spannend erschienen wie in einem großen Wimmelbuch.

Sie werden jetzt durch einige seiner Bilder reisen viel Spaß!

Bereit machen zum Start ins Universum der Ravensburger Kindersachbücher. An den Touchscreens unseres Raumschiffs können Sie Ihre Lieblingsthemen aussuchen und die Sachbücher als eBooks lesen. Wer lieber ein richtiges Buch in den Händen hält, schaut in unserer Bord Bibliothek. Los geht´s...

Kinder haben viele Fragen - Die Ravensburger Kindersachbuch Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ gibt Antworten.

An den Wänden sehen Sie, was die Bücher so besonders macht: Erstens spannende Fragen, die Kinder interessieren Im Englischen Beispielfragen aus deutscher Version! Zweitens ansprechende Illustrationen und Drittens jede Menge Entdeckerklappen und Mitmach Elemente! Sie bringen eine neue, spielerische Dimension ins Bilderbuch.

Dieses Konzept kommt an: Wieso? Weshalb? Warum? ist die erfolgreichste Kinder Sachbuchreihe im deutschsprachigen Raum.

Der Erdball hier im Raum ist das Markenzeichen der Reihe und in seinem Inneren können auch Sie sich jetzt ein paar Fragen beantworten lassen.

Willkommen im Nest des Leseraben. Dieser Vogel bringt Grundschülern das Lesen bei. Mit welchen Tricks er das schafft, sehen Sie in den drei Bildern links an der Wand.

Die Titel sind in Lesestufen eingeteilt angefangen mit Stufe 1 für Leseanfänger, die unterstützt werden mit vielen Bildern und großer Schrift bis hin zu den Leseprofis Sie können schon längere Kapitel meistern mit weniger Bildern. Am Ende gibt es immer ein Rätsel um das Textverständnis zu fördern.

Und jetzt will der Leserabe Ihnen etwas vorlesen. Also nisten Sie sich ein und wählen Sie einen Buchtitel aus.

Jetzt verraten wir Ihnen, wie ein Ravensburger Buch entsteht. Los geht's ganz links auf der Bilderwand in der hellgelben Spalte.

Wenn die Redaktion ein Thema gefunden hat, das Kindern gefällt erstellt sie ein erstes Konzept - gemeinsam mit einem Illustrator und einem Autoren.

Eine Spalte weiter rechts sehen Sie die Recherche des Illustrators. Er sammelt Eindrücke und macht viele Fotos - hier zum Beispiel im Zirkus oder bei der Feuerwehr.

Die nächste, rötliche Spalte zeigt die Gestaltung des Buchcov ers. Weil es eine große Bedeutung hat, macht der Illustrator oft mehrere Skizzen so wie hier. Die Redaktion hat sich dann für den Leoparden entschieden. Wichtig ist auch der Titel. Er muss zum Buch passen und soll möglichst viele Menschen ansprechen.

Jetzt entwirft der Illustrator die Seiten das ist in der grünen Spalte dargestellt. Wenn alle zufrieden sind, beginnt er mit der Reinzeichnung und er malt noch einmal alles in Farbe.

Weiter zur nächsten Spalte der Blauen. Der Buchautor schreibt zu den Skizzen des Illustrators die Texte. Die Redaktion prüft sie und im Layout werden dann Bilder und Texte zusammengefügt erst jetzt sieht man richtig, ob alles übersichtlich und ausgewogen auf der Seite erscheint, oder ob der Text vielleicht noch gekürzt werden muss. Unten rechts sehen Sie die Lektorin, die die letzten Rechtschreibfehler korrigiert, bevor das Buch in den Druck geht.

Das passiert im 4 Farben Offsetdruck, bei dem die bunten Buchseiten aus Blau, Rot, Gelb und Schwarz nacheinander gedruckt werden. Danach wird das Buch geschnitten und gebunden. Und anschließend tritt es seine Reise in die Kinderzimmer an.

Unten in den Vitrinen liegen Original Entwürfe, die im Ravensburger Verlag entstanden sind und die dazugehörigen Bücher, wie sie später tatsächlich in den Handel kamen.

Welche Berufe bei der Entstehung eines Buches beteiligt sind, erfahren Sie links an der Holzwand mit den Drehtafeln.

Und rechts durch die Türe gelangen Sie in die Spiel und Leselounge.

Nachdem wir Ihnen so viel über die Ravensburger Spiele und Bücher erzählt haben, können Sie sie jetzt ausprobieren.

In unserer Lounge präsentieren wir viele Gesellschaftsspiele sowohl Neuheiten als auch Klassiker. Lassen Sie sich die Regeln einfach an den Screens erklären. Außerdem finden Sie hier Bücher aus dem aktuellen Programm sowie einen Bereich speziell für kleine Kinder mit Produkten aus unserer Kleinkindserie.

Bei schönem Wetter können Sie auch rausgehen in unseren Spielehof im Erdgeschoss. Dort gibt es ebenfalls jede Menge Spiele, Bücher und Puzzles.

Wenn Sie unsere Spiele mal im XXL Format erleben wollen, besuchen Sie uns doch im Ravensburger Spieleland - unserem Freizeitpark, nur 15 Autominuten von hier entfernt. Oder kommen Sie in die Ravensburger Kinderwelt in Kornwestheim bei Stuttgart.

In diesem Sinne: Auf Wieder sehen! Und hoffentlich bis bald!